Willicher Gruppe

 

 

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Ortsverein Willich > Nistkästen
Das Steinkauzprojekt

Neuer Turmfalkennistkasten im Anrather Norden

W. Bessling

Auf dem Pimperzweg 9 in Willich - Anrath bei Familie Beßling montierte der NABU - Willich einen weiteren Turmfalken - nistkasten.

Eine hohe Giebelwand bot sich als Standort für einen Turmfalkenkasten geradezu an.
Der Nistkasten ist mit einer Gewebe - schweißbahn auf dem Dach gegen Regen geschützt. Der Kasten selbst ist aus 20mm starken Brettern gefertigt.

Die Platzierung eines Nistkastens soll mindestens 6 m über dem Erdboden erfolgen.

 

Nachdem die Haltewinkel am Giebel angebracht sind, setzt Thomas Beßling in 7 Meter Höhe den Nistkasten auf die Halterung.

Der Kasten wird von unten verschraubt und ist somit fest montiert.

Turmfalken mögen den Blick aus großer Höhe um vor möglichen Feinden sicher zu sein. Der freie Anflug muss gewährleistet sein und soll nicht durch Bäume behindert werden.

Das Jagdgebiet für den Turmfalken ist hier ideal. Feldmäuse sind in unmittelbahrer Nähe zu finden.

Selbst ein ungeübter Vogelbeobachter kann den Turmfalken an seinem auffälligen Rüttelflug erkennen, den er zur Beutesuche einsetzt. Hierbei bleibt der Falke in einer Höhe von zehn bis 20 Metern an einer Stelle in der Luft stehen und späht nach geeigneter Beute. Der Flügelschlag ist schnell, der Schwanz meist breit gefächert und etwas nach unten geknickt. Auf- und Niederschlag erfolgen in einer überwiegend waagerechten Ebene. Hat er ein geeignetes Beutetier, etwa eine Wühlmaus, gesehen, stürzt er in steilem Flug darauf zu und greift es, wobei er kurz vor dem Boden abbremst.

Der Turmfalke greift die Beute mit seinen Fängen und tötet sie mit einem Biss in den Nacken.

T. Bessling

 

T. Bessling

Ab dem zweiten Lebensjahr brüten die Turmfalken und legen 3 bis 6 Eier. Dieses geschieht Mitte April. Ihre Eier, die meist stark gefleckt und ca. drei bis vier cm lang sind, werden in die mit Sägespänen vorbereiteten Nistkästen oder in Elster- oder Dohlennester gelegt.

Während das Weibchen das Gelege bebrütet, hat das Männchen die Aufgabe, Nahrung für das Weibchen heranzuschaffen. Findet das Männchen nicht genügend Nahrung, kann es vorkommen das das Weibchen den Brutvorgang abbricht.

Die Jungen schlüpfen nach 27 bis 29 Tagen. Anfangs hudert das Weibchen die Jungvögel um die Jungen zu wärmen. Sie verlässt nur selten und für kurze Zeit das Nest um Nahrung vom Männchen zu übernehmen. Nach der zweiten Lebenswoche der Jungfalken geht das Weibchen ebenfalls auf Jagd und beide Elternvögel versorgen den Nachwuchs. In der vierten Woche verlieren die Jungvögel ihr Daunenkleid und werden bald darauf mit Flugübungen beginnen um das Nest zu verlassen.

Ihr NABU Team Willich

Harry Abraham

 

Ein Projekt des NABU Willich um den Bestand der Steinkauze zu sichern und zu erweitern . Linkbutton
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Bauanleitung für einen Turmfalkennistkasten
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Der Turmfalke ist der kleinste heimische Greifvogel. Seine Nahrung besteht hauptsächlich aus Feld- und Wühlmäusen. Nistplatzmangel macht dem eleganten Flieger sehr zu schaffen. Mit Nistkästen kann diesem Mangel wirksam abgeholfen werden.

Als Baumaterial sollen 2,5 cm starkes gewachsenes Holz Verwendung finden. Pressspan würde bei Wind und Wetter nicht lange halten. Auf das nach vorne leicht abfallende Dach sollte Teerpappe genagelt werden. Ein Turmfalkenkasten sollte möglichst an der Süd oder Ostseite von Hallen, Lagerhäusern, Scheunen oder ähnlich hohen Gebäuden angebracht werden.

Turmfalkenkasten 1
Turmfalkenkasten
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Im Rahmen des Eisvögelprojektes an der Willicher Cloer baute der NABU eine Eisvogelwand.Linkbutton
Eisvogel
Das Eisvogelprojekt
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