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Ortsverein Willich > Storchenpaar in Willich

 

Ein Storchenpaar in Willich

von Harry Abraham

Welch eine Sensation. In Willich-Anrath auf der Süchtelnerstraße übernachtete seit Dienstag dem 3. Juni ein Storchenpaar.

Ich konnte es garnicht glauben, als Frau Riedel aus Anrath mich anrief und mir erzählte, daß jeden Abend auf der Antenne des Hauses Süchtelnerstraße 81 ein Storchenpaar übernachtet.
Also machte ich mich am Samstag den 7.Juni mit Fernglas und Kamera auf den Weg, um mir das Schauspiel anzuschauen. Frau Riedel sagte mir, daß sie jeden Tag gegen 21:00 Uhr kommen würden.
Pünktlich um 21:10 Uhr sah ich die beiden Störche mit ihren Flügelspannweiten von 2 Metern aus Richtung Clörath einschweben. Sie drehten eine kleine Runde über der Buschstraße und landeten mit ihren langen roten Beinen zielsicher auf den beiden Antennen des Hauses Süchtelnerstraße 81. Durch das Fernglas konnte ich beobachten, daß die Störche nicht beringt waren.
Ihr Gewicht von 3 bis 4 kg brachte die Antenne ganz schön ins Wanken.

Storch in Anrath

Foto:
Harry Abraham

Tagsüber wurde das Storchenpaar auf den Clörather Wiesen gesichtet. Der Weißstorch frisst nicht nur Frösche, er ernährt sich auch von Kleintieren wie Regenwürmern, Insekten, Mäusen,Fischen aber auch Aas.
Die Verständigung unter den Weißstörchen geschieht hauptsächlich durch das Klappern mit dem Schnabel, deswegen heißt er im Volksmund auch "Klapperstorch". Seit 1984 steigt die Zahl der brütenden Weißstörche wieder an. Er wird auch dort angetroffen, wo er vollkommen verschwunden war. Durch Mithilfe von Menschen die ihnen Nistmöglichkeiten boten, konnte er an vielen Orten wieder angesiedelt werden.

Da der Weißstorch feuchte und wasserreiche Gegenden bevorzugt wie z.B. Flussauen und Grünlandniederungen an der Niers, besteht die Möglichkeit, daß er in unserer Gegend wieder heimisch wird.

Ihr Nabu Team
Harry Abraham

Meldung des WDR:
Nachrichten vom Niederrhein vom 07.07.2008

Störche kommen zurück

In den Kreisen Kleve und Wesel leben zur Zeit fünf Storchenpaare. Landesweit sind es 40. Diese Zahlen gab heute die Biologische Station im Rahmen der Aktion "Jeder Storch ist ein Gewinn" bekannt.

Gründe für das wieder häufigere Vorkommen von Störchen sind Feuchtgebiete mit ausreichend Nahrung und zahlreiche Nisthilfen. 1991 gab es in ganz NRW nur drei Storchenpaare.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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